10 neue Aufgaben für Eltern mit Schulstartern

FuenfmalzehnNicht nur die frischen Schulkinder bekommen täglich Hausaufgaben und müssen eine Menge lernen. Auch auf die Eltern kommen eine Menge neuer Aufgaben. Nach nur 4 Wochen Schule hoffe ich, dass ich einen groben Überblick habe und kann nun eine Zusammenfassung zur Verfügung stellen:

10 neue Aufgaben für Eltern mit Schulstartern:

1. Jause vorbereiten: ach, wie einfach war das noch im Kindergarten. Sie mussten nur daheim frühstücken, dann gab es den Rest des Tages bis zum Abend Vollverpflegung. Jetzt müssen wir die Vormittagsjause übernehmen. Die größte Herausforderung für uns ist es, immer frisches Brot daheim zu haben. Dann sollte man auch noch den Wünschen des Kindes gerecht werden. Zum Glück mag unsere Madame gerne Rohkost – dass heißt man darf noch Gurken, Karotten und Co. schälen und bereit stellen. Sehr demotivierend ist es allerdings, wenn die Hälfte der mit Liebe gemachten Jause übrig bleibt.

2. Hausaufgaben kontrollieren: egal wie spät es ist, wenn man heim kommt – die Hausaufgaben die im Hort gemacht wurden, müssen gecheckt werden! Bisher ist es zum Glück noch nicht sehr aufwendig, vor allem weil unser Mädchen zum jetzigen Zeitpunkt eine Musterschülerin ist.

3. Eltern-Hausaufgaben machen: die Briefe der Lehrerin und Hortpädagogen lesen, unterschreiben, eventuell Geld in ein Kuvert stecken.

4. Schultasche checken: irgendwelche „wertvollen“ Fundstücke wie zum Beispiel Schneckenhäuser, besonders „seltene“ Steine (die am Straßenrand gefunden wurden), bunte Papierschnipsel & Co aus der Schultasche räumen und heimlich entsorgen.

5. Meine Lieblingsaufgabe – Bunt- und Bleistifte spitzen. Ich sitze nun jedes Wochenende während das Mittagessen vor sich hinköchelt und spitze eine Regenbogenpalette voller Buntstifte. Wie toll. Das hab ich mir immer schon gewünscht.

6. Raus bekommen, was das Kind denn untertags so erlebt hat. Über alle möglichen Umwege aus der Nase ziehen, was heute das Thema in der Schule war. Das ist oft eine echte Challenge, denn auf die Frage „Wie war es denn heute in der Schule“ folg meist ein „schön“.

7. Elternvereinsaufgaben erledigen. Nachdem es betretenes Schweigen bei der Elternvertreterauswahl gab, konnte ich es einfach nicht lassen und hatte Mitleid mit der engagierten Lehrerin, die hoffnungslos versucht hat jemanden zu finden, der diese Aufgabe übernimmt. Was solls, ich hab ja sonst eh nichts zu tun …

8. Lese-Hausübungen machen. Momentan auch noch nicht sehr herausfordernd für die Eltern, weil da nur ein paar Wörter stehen. Aber allein die Tatsache, dass man das Kind irgendwie dazu bekommen muss, die Wörter nicht auswendig zu lernen sondern zu lesen, ist schon schwierig genug.

9. Täglich lernen, dass das Kind nun immer selbstständiger wird. Dass die Mama und der Papa schon noch toll sind aber es auch schon Freiheiten braucht. Gewisse Dinge wollen einfach allein gemacht werden und die Eltern werden nicht mehr bei allem gebraucht. Eigentlich ja  toll und genau das, was sich überlastete Eltern wünschen, aber warum muss das dann auch so schnell gehen?

10. Freundschaftsbücher ausfüllen. Jeden Tag bekommen wir ein Neues. Juhu. Ich wollte mit unserem  erst im Dezember anfangen, wenn die Kinder schon halbwegs alleine schreiben können. Ich hätte dabei ganz zuvorkommend an die Eltern gedacht, die sich das dann ersparen. Andere Eltern denken wohl nicht so, deswegen darf ich jetzt nicht nur ausfüllen sondern muss auch jeden Tag darüber diskutieren, was gerade das Lieblingstier, das Lieblingsbuch und der Lieblingsfilm der Tochter ist. Das ändert sich nämlich fast täglich.

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