Erkenntnisse nach einer Woche Urlaub

ich_lang_2048Eine Woche Urlaub bringt eine Menge Erkenntnisse mit sich. Die möchte ich euch nicht vorenthalten.

Nach einer Woche Urlaub,
… hat meine Haut tatsächlich noch etwas Farbe bekommen. Und meine Brüste schauen aus wie zwei weiße Schneebälle.
… kann sich meine Tochter über Wasser halten – sie nennt es schwimmen! Auch wenn es noch nicht besonders grazil aussieht – das Wichtigste kann sie!
… konnte sich mein Sohn überwinden und hat nun keine Angst mehr vor dem bösen „tiefen“ Pool. Er hat verstanden, dass Schwimmflügerl nicht nur ein monströses, grelles Accessoire sind, sondern ihn tatsächlich über Wasser halten.

… frage ich mich seit wann das Pool-Wasser denn bitte so kalt geworden ist? Früher habe ich mich ohne Probleme in die Tiefen gestürzt und das kühle Nass genossen. Heute muss ich mich zwingen, dass ich es in den ersten 5 Minuten bis zum Bauchnabel schaffe.
… genieße ich es nicht ständig aufs Handy zu schaun. Zwei Mal am Tag (ok, es sind vielleicht 5 Mal – aber 3 Mal sicherlich nur um die Uhrzeit zu checken) reichen vollkommen.

Nach einer Woche Urlaub weiß ich, …
… dass Aqua-Aerobic nicht nur Damen im mittleren Alter sondern auch Kleinkindern unheimlich viel Spaß macht!
… dass Papa im Urlaub anscheinend der beliebtere Schlafpartner ist. Beide Kinder reißen sich darum mit ihm im Bett zu schlafen und ich hatte sogar zwei Nächte das Bett für mich alleine!
… dass Urlaub nicht nur Urlaub vom Büro ist, sondern man auch die alltäglichen Probleme und Sorgen einfach fallen lassen sollte. Und das ist eigentlich die größte Herausforderung!
… (wissen wir), wie sich Schlangen und Bartagame anfühlen und wie mutig unsere Kinder sind weil sie mir nichts dir nichts einfach so eine echte Schlange gehalten haben.
… was Bridget Jones mit 51 Jahren so erlebt („Bridget Jones – Verrückt nach ihm“ von Helen Fielding) und fühle mich plötzlich alt. Denn war sie nicht gerade Anfang 30 und ich Anfang 20? Hilfe!
… wie dankbar ich sein kann, dass ich kein 16jähriges palästinensisches Mädchen bin („Jefra heißt Palästina“ – Margret Greiner)
… wie langsam W-LAN wirklich sein kann. In echt. Und wie ungeduldig ich sein kann. Und wie unwichtig es ist die 100 täglichen Newsletter abzurufen.
… dass langweilige gekochte Kartoffeln mit etwas Salz und Butter nach einer Woche Pommes wirklich richtig gut schmecken!
… einfach in den Tag hinein leben auch furchtbar anstrengend sein kann. Ohne Plan und ohne Ordnung einfach nichts tun – das überfordert mich leider etwas.
… dass vier Kleinkinder zwischen 4,5 und 6,5 Jahren es selten schaffen ganze 30 Minuten ohne Streitigkeiten zu spielen. Wie froh bin ich, keine Kindergartenpädagogin zu sein!
… dass man eine Menge Dinge daheim vergessen kann, die man einfach nicht so im nächstgelegenen Touristenshop kaufen kann (meine heiß geliebte Bürste oder einfach stinknormales Kopierpapier zum Zeichnen für Kinder).
… dass Shades of Grey Teil zwei es nicht wert ist mit mir einen Tag zu verbringen. Nach dem dritten Anlauf schaff ich es einfach nicht dieses Buch zu lesen. Durch das erste habe ich mich schon gequält, das zweite bleibt wohl eine Fehlinvestition.
… dass alle Frauen mit Kleinkindern wohl ziemlich ähnliche Figurprobleme haben. Und das man – egal was für eine tolle Figur die Frau hat – sofort erkennt ob sie Kinder ausgetragen hat. Das gilt übrigens auch für Männer. Selten sieht man am Kinder-Pool den Coke-Light-Man oder einen Wolverine Verschnitt auf den man heimlich mit seiner verdunkelten Sonnenbrille schielen kann.

Es bleibt noch eine ganze Woche am Meer. In dieser Woche möchte ich…
… nun wirklich zu der absoluten Tiefenentspannung kommen! Geht das mit zwei Kleinkindern? Kann ich das überhaupt?
… mich seelisch auf die schon drei Mal verschobene OP mit unserem Kleinen vorbereiten. (… wahrscheinlich).
… mich auf den Schulstart der kleinen Großen freuen. Gedanklich die nächsten Schritte für die in ein paar Wochen kommende Kinder-Geburtstagsparty planen.
… den Kleinen dazu ermutigen es auch mal ohne Schwimmflügerl im bösen tiefen Pool zu probieren.
… mich motiveren nicht zu viel zu futtern.
… nicht soviel Cherry Coke zu trinken (warum schmeckt das auch so gut?)
… mir dringend eine tolle Idee für meinen Papi zum Geburtstag überlegen, die die vorjährige wahrscheinlich nicht übertreffen kann. Denn meine Idee die ich seit ein paar Monaten mit mir rumschleppe ist wohl doch nicht das Ideale für ihn.
… noch mindestens 3 Bücher lesen. Die Qual der Wahl ist schwer, vor allem wenn man am Kindle so viel Auswahl hat!
… „Sorgen machen“ auf die nächsten Wochen verschieben.
… vielleicht noch einmal Jet-Ski fahren.
… mich wieder auf daheim freuen!

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