Kinder sind …

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… ein Segen!!!

Aber manchmal ist einem das nicht bewusst. Oder man ist einfach so undankbar und weiß nicht zu schätzen, dass man gesunde und glückliche Kinder hat. Denn manchmal sind Kinder etwas laut, Zeitintensiv, aufmüpfig und machen einfach nicht das, was man sich wünscht. Als voll berufstätige Mama gibt es immer wieder mal Situationen wo man sich wirklich zusammenreißen muss.

In unserem Urlaub bei unseren Verwandten in Israel habe ich etwas gelernt, dass ich nicht mehr missen möchte. Denn dort sind Kinder tatsächlich ein Segen. Der Umgang mit Kindern ist ein ganz anderer. Sie werden nicht als mühsam wahrgenommen, sondern als Bereicherung, als Lebensmittelpunkt!

Natürlich wird es hier auch so gesehen – die eigenen Kinder sind einem immer das Wichtigste, aber auf eine andere Art und Weise… man kann es schwer beschreiben, aber der Umgang mit Kindern ist dort etwas unbeschwerter.

Hier versucht man seine Kinder oft zu bremsen, manchmal sind sie nun mal laut, quengeln und toben. Wenn wir im Urlaub versucht haben sie zu stoppen, haben wir oft gehört „Lass sie doch, es sind doch Kinder“. Und wisst ihr was, es stimmt! Es sind nun mal Kinder, warum müssen sie dauernd leise sein, warum dürfen sie nicht auch mal beim Essen matschen, warum sollen sie immer brav in einer Ecke sitzen und sich ruhig beschäftigen? Wann wenn nicht jetzt, kann Mensch nicht einfach das machen was einem gefällt?

Die Einstellung und Mentalität dieser Menschen – meiner Familie in Israel – hat mir zutiefst imponiert. Da werden Kinder in der Gesellschaft nicht als Last angesehen – so wie es bei uns oft ist – sondern als aller Größtes. Dort stehen nicht die gestressten Erwachsenen im Mittelpunkt, nein, die Kinder sind die absoluten Helden! Das bedeutet aber nicht, dass sie tun oder lassen können was sie wollen. Regeln gibt es natürlich auch. Aber niemand schaut einen bitterböse an, wenn die Kinder im Supermarkt laut sind oder im Möbelhaus quietschvergnügt um die Betten rum rennen. Im Gegenteil die Kinder werden dort angestrahlt. Und man hat kein schlechtes Gewissen, wenn die Kinder im Garten toben und sogar die übernächste Häuserreihe ihrer Unterhaltung folgen kann.

Dieses schlechte Gewissen habe ich nun aber auch nicht mehr (sorry, liebe Nachbarn). Diese Einstellung ist das allergrößte Mitbringsel aus dem Urlaub! Schön blöd, wenn man sich erst von einer fremden Mentalität das Selbstbewusstsein holen muss, dass man auch hinter seinen lauten tobenden (aber glücklichen) Kindern steht!

Man lernt nie aus, oder?

Liebe Familie, wenn ihr das lest: lasst euch sagen – ihr seid großartig! Danke für die tollen Tage bei euch, danke für alles was ihr uns mitgegeben habt. Ich bin ganz stolz, eine von euch zu sein und wir freuen uns sehr auf ein baldiges Wiedersehen!

Eure Miriam, die sich nun das Pipi aus den Augen wischt…

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