Wir bemalen Teller!

Vor ein paar Wochen machten wir einen Familienausflug zum bekannten schwedischen Möbelhaus. Einrichtung hatten wir genug, wir wollten eigentlich nur eine neue Wohnzimmer-Palme. Unsere alte hat etwas unter meiner nicht vorhanden Pflege gelitten. Ich habe nämlich keinen grünen Daumen, nicht einmal einen kleinen grünen Finger.

Ich hatte schon eine hübsche neue Palme auf dem Wagerl und hab sie dann doch zurück gestellt. Ich wollte nicht, dass sie genauso einen grausamen Tot stirbt wie ihre Vorgängerin. Ich habe mich dann für eine große braune Vase mit weißen Holzstäben entschieden. Die brauchen keine Pflege außer hin und wieder Streicheleinheiten von einem Staubwedel.

Mein Mann ist mitten im blau-gelben Möbelhaus überraschend in einen kleinen Shopping-Rausch verfallen, den ich natürlich schamlos ausgenutzt habe. Wirklich seltsam, ich habe ihn an dem Tag nämlich mehrmals gefragt, ob es ihm eh gut geht. Normalerweise hasst er es einkaufen zu gehen und den Schweden meidet er sowieso ganz besonders. Wir haben dann gefühlte Tonnen an Geschirr ins Wagerl geladen, denn er war der Meinung unser altes Geschirr ist nicht mehr schön. Und eine komplette neue Gläserausstattung hat er ebenfalls ins Einkaufswagerl gepackt. Ich habe mich nicht gewehrt, sondern einfach nur das Shopping-Glücksgefühl genossen!

Aber nur solange, bis es daran ging alles ins Auto zu bekommen. Eigentlich genau das typische Bild, man kauft in dem bekannten Möbelhaus ein und steht dann vor einem Auto, das niemals alles fassen kann, was in das unglaublichen Mary Poppins Wagerl reinpasst. Nach nicht besonders entspannten Minuten (ja, ich gebs zu meine Schuhsammlung die ich immer im Auto mitführe war ein bisserl mitschuld) haben wir dennoch alles reingestopft bekommen. Und am Beifahrersitz zwischen meinen Füßen stand die Riesenvase mit den weißen Holzstecken. Nicht besonders gemütlich, aber was tut man nicht alles für Schuhe und neuen Glanz in der Küche.

Daheim angekommen, war die Frage, was tun wir mit dem alten Geschirr? Wegschmeißen geht doch bitte nicht! Somit hab ich es zuerst in den Keller gestellt und ein paar Tage später habe ich Porzelan-Malstifte gekauft, den Kindern die Teller und die Stifte auf den Tisch gestellt und sie werken lassen.

Sie waren super stolz, dass sie ihren eigenen Teller bemalen dürfen und haben sich wirklich bemüht, aber dafür musste ich ihnen versprechen, dass sie ab jetzt auch davon essen dürfen. Die Stifte sind ganz gut, weil man die Teller dann nicht in den Backofen geben muss, sondern sie einfach nur drei Tage in Ruhe trocknen müssen. Somit können die Kinder schon am Wochenende von ihren neuen eigenen Teller essen!

Mädel-malt
Bub malt
Bub malt 2
Teller fertig
Und während die Kinder so künstlerisch tätig waren, war ich auch fleißig … das zeige ich euch dann nächste Woche!

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