Mein Scrapherz ist gebrochen …

Oh ja. Ich leide. Furchtbar.

Jeder der mich gut kennt, weiß, dass ich Fotos liebe. Und das Fotos für mich nicht einfach Fotos sind. Es sind Bilder mit viel Erinnerungen, Emotionen und Geschichten, die einen an besondere oder manchmal auch alltägliche Dinge erinnern. Ich liebe Fotos seit eh und je. Schon in meiner Teenager Zeit habe ich jedes einzelne Foto (damals noch analoge) mit Liebe auf buntes Papier geklebt und in eine schöne Mappe einsortiert. Diese Ordner habe ich heute noch.

In meiner ersten Schwangerschaft bin ich über eine Freundin zum Scrapbooking gekommen. Stellt ich euch vor, ich hab mich Anfangs sogar gewehrt und mir gedacht, so einen Schnick-Schnack brauch ich nicht.

Alben
Schlussendlich musste ich kapitulieren, denn schwups-di-wups war ich im Srapbooking Fieber. Jetzt wurde nicht nur alles fotografisch festgehalten, nein die Fotos wurden noch fein säuberlich mit schicken Papier, einer Menge Deko und viel persönlichem Flair in die speziell dafür gemachten Alben gebracht. Jedes Kind hat von jedem Lebensjahr ein eigenes Fotoalbum, jeder Moment wurde nicht nur eingeklebt, sondern auch noch genau dokumentiert und beschriftet. Das war für mich anfangs die größtere Herausforderung – viel Text zu den Fotos schreiben. Mittlerweile schreibe ich aber schon Romane und gerade das ist das wunderbare dabei. Wenn man sich die Alben ansieht, dann ist es wie wenn mein sein eigenes Buch liest. Die Kinder lieben diese Alben übrigens auch. Zum Glück, denn pro Seite steckt mindestens 30 Minuten Arbeitszeit drinnen.

Scrapbook-3
Seit einiger Zeit komme ich aber kaum mehr zum Scrappen. Irgendwie schaff ich es nicht mehr. Ich bin fast 2 Jahre im Verzug mit dem Verarbeiten der Bilder (bedeutet, die letzten Fotos die eingeklebt sind, sind von Mitte 2012). Die Fotos liegen schön sortiert in Kisten im Arbeitszimmer und schaffen es einfach nicht in die Alben. 

Und da ich genau das sehr schade finde, habe ich mich dazu entschlossen (heul) mir stinknormale Einsteckalben zu besorgen und die Fotos zumindestes einzusortieren, damit wir sie gemeinsam ansehen können. Natürlich nur vorübergehend! Irgendwann komm ich nämlich wieder dazu und ich hoffe noch vor meiner Pension, denn bis dahin sind es noch etliche Jährchen.

Für mich ist das wirklich furchtbar, ich finde normale Alben grauenhaft. Da steckt keine Persönlichkeit, keine Liebe zum Detail und vorallem keine Geschichten drinnen. Fotobücher sind für mich auch keine Option. Ich arbeite nicht besonders gern digital mit Fotos und diese Software nervt mich einfach, man ist so eingeschränkt und das ist man beim Scrapbooking nicht. Da kann man stempeln, malen, picken, kleben, sprühen, dekorieren und schreiben was man will.

Jetzt liegen 4 Alben mit insgesamt Platz für 900 Fotos neben mir, die ich schon fein säuberlich eingeschlichtet habe und stellt euch vor – ich bekomme nicht einmal in diese Alben alle Fotos hinein.Vom Jahr 2013 habe ich noch mind. 150 Fotos, die auch einsortiert gehören, also werde ich wohl noch ein Album besorgen müssen.

Alben-neu
Und wenn ich die Fotos so lieblos in meinen Alben sehe, habe ich wirklich den Drang da sofort weiter zu machen. Also werde ich mir was überlegen und schauen, wie ich das wieder hinbekomme und aufholen kann.

Wo bewahrt ihr eigentlich eure Fotos auf?

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