Wie man sich sein Lieblingslied zerstört …

.ich_lang_2048… das ist ziemlich einfach. Und es gelingt jedes Mal aufs Neue! Das Wundermittel heißt: seine eigenen Kinder.

Beim Autofahren höre ich gerne Musik und zwar manchmal sogar laut. Die Autofahrten in die Arbeit und nach Hause genieße ich meist – trotz Stau – sehr. Denn da bin ich ganz allein (mal die anderen Autofahrer vor, hinter und neben mir abgesehen) und das bedeutet für mich, dass ich die Musik, die ich will, so laut ich will, hören darf. Wenn ich dann die Kinder abhole, dann läuft die Musik meist nach wie vor im Auto … und man staune, aber das eine oder andere Lied gefällt ihnen.

Und dann wollen sie es noch einmal hören … und noch einmal … und noch einmal … und noch einmal … Beim ersten Mal freut man sich! Beim zweiten Mal ebenfalls und das dritte, vierte und fünfte Mal höre ich mir mein aktuelles Lieblingslied auch noch gerne an. Auch bei der nächsten 30 Minütigen Autofahrt höre ich 15x „Baby, bitte mach dir nie mehr Sorgen ums Geld… “ und gröle mit den Kinder mit. Aber zwei Wochen später, nachdem ich sie bereits erfolglos versucht habe davon zu überzeugen, dass es auch andere Musik gibt, mag ich nicht mehr. Dann kann ich mir aussuchen, ob ich dem „Baby, dass sich keine Sorgen ums Geld machen muss“ noch eine Chance gebe oder mir 30 Minuten lang ein Gesuddere anhören darf, dass die Kinder das „Baby“ Lied hören wollen…

Und somit grölen wir weiter „Baby bitte mach dir nie mehr Sorgen ums Geld. Gib mir nur deine Hand ich kauf dir Morgen die Welt …“

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