Mein Jubiläum mit Justin…

ich_lang_2048An Kindern sieht man immer wie schnell die Zeit vergeht.  Blödes Sprichwort habe ich mir früher gedacht. Aber es ist ja tatsächlich so…  3x dürft ihr raten, das bemerke ich auch erst, seit Kinder da sind!

Im Juni vor genau 7 Jahren haben wir den Kinderwunsch aufgegeben. Ich kann mich noch genau erinnern, wie furchtbar die Erkenntnis war, dass es einfach nicht sein soll. Ab dem Zeitpunkt wo wir gehört haben, dass wir wohl niemals Kinder haben können, wollte ich nämlich unbedingt welche. So wie es oft ist, wenn man weiß, man kann etwas nicht haben, dann will man erst recht!

Nach einer Zeit habe vor allem ich mich damit abgefunden und versucht mich auf andere Dinge zu konzentrieren. Der Job war wieder im Fokus und an einen Abend –  kurz nach diesem Entschluss – kann ich mich noch besonders gut erinnern. Ich hatte Konzertkarten für Justin Timberlake. Ich weiß noch, dass es der Abend war, an dem ich nach der großen Krise mal los lassen konnte. Meine Freundin und ich gingen vorher gemütlich essen, haben richtig fein gequatscht und sind danach ohne Erwartungen aufs Konzert gegangen. Und was soll ich sagen, das Konzert war der Wahnsinn. Wirklich der absolute Wahnsinn! Wir waren beide (neben ca. 15.000 anderen Menschen) hellauf begeistert – so viel Stimmung und Bewegung habe ich sonst noch nie in Wien bei einem Konzert erlebt.

Nach dem Konzert musste ich mal für kleine Mädchen und hab mich ein bisschen geärgert weil „die rote Tante“ (das Codewort aus meiner Schulzeit für die Tage) gekommen ist. Grundsätzlich nicht sehr spektakulär, aber dennoch sehr wichtig für die folgende Geschichte. Denn es war das letzte Mal für lange Zeit, dass sie aufgetaucht ist. Ein paar Wochen danach hatte ich einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen… und 9 Monate danach das süßeste und hübscheste kleine Babymädchen auf meinem Bauch liegen…

7 Jahre danach, genau an dem selben Tag des letzten Konzertes, war Justin Timberlake in der gleichen Location wieder zu Gast. Nur bin ich diesmal 1,5 Stunden zu spät zum Konzert gekommen. Völlig abgehetzt, gestresst und hungrig.

Und wisst ihr warum? Weil ich am ersten Elterabend der Volksschule des süßesten und hübschesten Mädchen war…

Das Konzert war an dem Tag absolute Nebensache, denn ich war noch ganz aufgeregt vom Elternabend und den Eindrücken von der Schule. Gleiches Konzert, gleicher Tag, gleiche Location – ganz andere Lebenssituation!

Und gut ist’s so. Denn so ein Konzert – egal wie toll es sein kann – kann niemals das Gefühl ersetzen, dass aufkommt, wenn 4 nackte Kinderfüßchen im Bett auf dich warten…

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